TG Voerde 1862 e.V. Basketball

Bittere Derby – Niederlage / Nur sieben Punkte im letzten Viertel kosten den Sieg

TG Voerde Basketball – Oberliga Herren

„Wir haben uns innerhalb von vier Jahren von einem Abstiegskandidaten in der Bezirksliga zu einem ernst zu nehmenden Konkurrenten in der Oberliga entwickelt, weil wir stets unsere eigenen Fehler im Blick hatten und daraus gelernt haben. Und so werden wir es auch nach dem heutigen Spiel machen,“ lässt Sportwart Martin Schrader bereits unmittelbar nach der Spielende verlauten.

Nach einem – über zweieinhalb Viertel – sehr guten Spiel zog die TG Voerde mit 70-73 beim TuS Breckerfeld den Kürzeren.

Nachdem es in den Anfangsminuten noch etwas an Körperspannung und Fokus fehlte, steigerte sich die Mannschaft um Spielertrainer Lukas Erdhütter deutlich. Erst drehte man einen Rückstand in eine knappe Halbzeitführung, bevor im dritten Viertel bereits alles nach einem Sieg aussah. Zwischenzeitlich lagen die Gäste mit 14 Punkten in Front, doch dann überschlugen sich die Ereignisse. 4.41 Minuten standen noch auf der Anzeige, da legte Breckerfelds Kapitän Oliver Brockhaus Protest gegen die Wertung des Spiels ein. Eine Schiedsrichter-Aussage hatte den Gastgebern wohl nicht gepasst. Das Match wurde daraufhin für circa 10 Minuten unterbrochen, um den Protest zu verschriftlichen. Das ist so in der Vorgehensweise eher ungewöhnlich …

„Leider haben wir in dieser Zeit den Faden verloren und nach der Unterbrechung nur noch zwei Punkte erzielt,“ ärgert sich Erdhütter über den Umstand.

Auf der anderen Seite trafen die Breckerfelder nun einige schwierige Würfe – die Partie kippte. Auch zwei genommene Auszeiten konnten die Ennepetaler Akteure nicht beruhigen, angesichts der vielen knappen Niederlagen der Hinrunde wurden die Spieler immer nervöser und der mögliche Erfolg entglitt der TG Voerde noch.

Dabei hatte die Mannschaft das Fehlen von Big-Man Manuel Welp  sowie die auftretende Verletzung von Dreierspezialist Johannes Spitz über weite Strecken hervorragend kompensiert. Spieler wie Moritz Lindner (am Brett) oder Dennis Flehinghaus sowie Fabian Szarmach auf den Guard-Positionen überzeugten und wussten den mitgereisten Anhang zu begeistern. Die Mannschaft präsentierte sich wieder einmal als Einheit.

Am Ende scheiterte die TG Voerde dann aber an den eigenen Nerven und den fragwürdigen Umständen in Breckerfeld. 

„In der letzten Minute habe ich kurz überlegt, ob wir auch noch Protest einlegen sollen. Aber das wäre mir zu billig gewesen und passt nicht zu meiner Idee, wie sich die TG Voerde als Basketball-Team nach außen hin präsentieren sollte,“ kommentiert der Sportwart die Ereignisse in Breckerfeld, ohne nicht noch einmal an die Selbstreflektion zu appellieren. „Wir haben einige Dinge im Training aufzuarbeiten. Das werden wir tun. Wir kassieren am Ende einen 0-9 Lauf und müssen lernen, was wir zukünftig in solchen Situationen besser machen, die Spieler und der Coach. Und dann greifen wir in 14 Tagen im Heimspiel gegen Werne wieder an. So lange die dicke Frau noch nicht gesungen hat, ist noch nichts vorbei.“

Basketball-Oberliga:
TuS Breckerfeld – TG Voerde
73-70 (18-18/15-16/16-29/24-7)

J.H. Szarmach dnp., F. Szarmach 6, D. Stankowski, L. Erdhütter 20/3, M. Lindner 17, A. Kettler, N. Schäfer 12/1, D. Grefe, D. Flehinghaus 8, L. Fedder 4, J. Spitz 3/1.

Bericht: Martin Schrader

Ein Kommentar

  • Heinz Westerfeld

    Am Ende fehlte die Cleverness

    Man hatte den Gegner schon im Sack, musste ihn nur noch zumachen: Tempo raus, kontrollierter Aufbau, Zeit von der Uhr nehmen – und selbst bei einigen unvermeidlichen Gegentreffern hätte man den Sieg mit 4 oder 5 Punkten Differenz ins Ziel bringen können. Stattdessen der Voerder Aufbau auf der Flucht, Festrennen in der gegnerischen Abwehr, hektische Korbversuche, dadurch Ballverluste und dann notgedrungen die Unterbindung der gegnerischen Fast Breaks durch Fouls. Erst dadurch wurden die Breckerfelder wieder ins Spiel gebracht. Schade.

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